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| Normen für
Holzpellets Was tun ? |
| Uns´re Pellets sind die besten, weil wir sie mit Liebe preßten! | ... oder gleich zum Wesentlichen? | |
| Dieser ausgesprochen doofe Reim wird Ihnen als Pelletkäufer hoffentlich in aller Ewigkeit erspart bleiben - doch eigentlich wundert es uns schon, daß noch niemand mit einem "Spezial-Edition-Pellet" um Kunden wirbt . |
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Nun hat aber die Qualität der
Holzpellets einen entscheidenden Einfluß auf die Leistung und auch auf
die Lebensdauer Ihrer teuer erworbenen Heizung. Deshalb kann nur davor gewarnt
werden, beim Einkauf der Pellets nach der Devise "Das Zeug wird schon brennen"
zu verfahren.
Bei Sackware ist die Qualitätsfrage noch relativ einfach
zu klären, denn hier steht genug Fläche zur Verfügung, um den
Inhalt und dessen Eigenschaften ausführlich zu erläutern und eine
Ecke, um den z.B. DIN-Stempel aufzudrücken findet sich auch noch.
Schwierigkeiten bereitet die Stempelmethode logischerweise bei der losen
Ware.
![]() In den Märchenbüchern wird es langsam eng. Für Rotkäppchen hat es noch gereicht - für den Wolf schon nicht mehr so ganz. Das Buch gibt´s übrigens bei buch.de: Holzpellets gibt es bei uns. |
Damit sind wir auch
beim eigentlichen Problem: Wie kann ich - DIN hin, Gütezeichen her - vor
allem bei loser Ware sicher sein, auch die Qualität zu bekommen, die mir
versprochen wurde. Und versprochen wird derzeit so viel, daß
möglicherweise noch Schneewittchen, aber niemals alle sieben Zwerge Platz
im Märchenbuch der Brüder Grimm gefunden hätten, weil dieses mit
den Erzählungen einiger Pelletproduzenten bzw. -händler bereits
reichlich gefüllt wäre. Eine harmlose Variante ist da noch, daß durch das Umbenamsen von Pellets aus Österreich der Eindruck erweckt werden soll, es handele sich um Pellets aus deutscher Produktion. Dies führt manchmal soweit, daß Pellets made in Austria, die aber den Eindruck erwecken sollen, sie hätten z.B. in Hessen das Licht der Welt erblickt, in Oberbayern (welches ja zum Bedauern einiger Oberbayern recht nah an Österreich liegt) zu höheren Preisen angeboten werden als in Mittelhessen. Denn schließlich müssen die Pellets ja in der Nähe der (angeblichen ) Produktionsstätte am günstigsten sein. Sehr beliebt ist dieses Umetikettieren auch bei Pellets, die z.B. in Tschechien oder Schweden hergestellt wurden. |
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Wesentlich schlimmer ist es da schon, daß bei einigen Spezialisten - Händlern wie Produzenten - bei der Beschreibung der angebotenen Pelletqualität - na sagen wir es mal vorsichtig - sehr, sehr viel Phantasie gepaart mit einer gewissen Überschätzung der eigenen Pelletierfähigkeiten im Spiel ist. Manchmal ist es vielleicht auch nur Sorglosigkeit oder auch Unwissenheit um die Konsequenzen, die sich aus dem Verkauf von minderwertigen Pellets für die Kunden ergeben können. Wird z.B. beim Einkauf der Rohstoffe geschlampt (wir wollen ja niemandem Absicht unterstellen) und es gelangen z.B. Spanplattenreste in die Pelletproduktion, haben Sie als Käufer gleich mehrere ernste Probleme. Der Ofen kann u.U. komplett ausfallen, Sie verlieren Ihre Garantieansprüche, weil Sie einen nicht zugelassenen Brennstoff eingesetzt haben (Sie sollen Holz verbrennen, keinen Leim), Ihr Schornsteinfeger wird Sie sicherlich schief ansehen (mit etwas Glück beläßt er es dabei) und Sie haben einen ganzen Keller voller Sondermüll - und damit wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Entsorgen. |
§ 4 (2)
1BImSchV "Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe dürfen nur mit Brennstoffen betrieben werden, für deren Einsatz sie nach den Angaben des Herstellers geeignet sind." § 5 1BImSchV "Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe mit einer Nennwärmeleistung bis 15 kW dürfen nur mit den ... genannten Brennstoffen betrieben werden." Das sind gem. §3 BImSchV neben Stein- und Braunkohle Torf und Holzkohle sowie naturbelassenes, stückiges Holz und die uns bereits bekannten Preßlinge - mehr nicht - und schon gar nicht Hölzer, die in irgendeiner Weise behandelt worden sind. |
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So z.B. wirbt ein deutscher Hersteller im Internet mit der Aussage, seine Holzpellets besäßen einen Heizwert von 5,5 kWh/kg. Na Gott sei Dank! Endlich wieder geordnete Verhältnisse - Deutsche Pellets besser als Pellets aus Österreich! Immerhin sind die Ösis ja schon froh, wenn sie 5 kWh in ein Kilogramm Pellets gepreßt bekommen. Zu dumm nur, das die fiese DIN den Heizwert der Pellets auch nach oben begrenzt, und zwar auf ca. 5,4 kWh/kg. Damit dürften Sie als Verbraucher diese Superpellets gar nicht in Ihrem Ofen verbrennen. Zudem wird in einschlägigen Tabellen der Heizwert absolut trockenen Holzes (Feuchte also 0%) mit rd. 5,2 kWh/kg angegeben. Da ein Kilogramm Holz nun aber auch nach noch so intensivem Pressen vielleicht etwas weniger Raum beansprucht, aber immer noch ein Kilogramm wiegt, wundert es einen schon ein bisschen, wo denn plötzlich die zusätzlichen 0,3 kWh Heizleistung hergekommen sind. Vielleicht stolpern ja auch Sie über diese Internetseite, dann können Sie ja mal nachfragen. Die Antwort würde im Übrigen auch uns interessieren. |
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Könnte für den eben geschilderten Fall auch ein einfacher Rechenfehler verantwortlich gewesen sein, so kann für den folgenden wohl fast schon eine gewisse kriminelle Energie unterstellt werden. Und wie oben angedeutet, fängt es auch an wie ein Märchen: Es war einmal - ein Händler oder Hersteller von Holzpellets (so genau weiß man das nicht), der ließ viele bunte Prospekte drucken, in denen das stand, was so ziemlich in jedem Prospekt über Holzpellets steht. Bis auf die Tatsache, daß er sich am Ende seiner Ausführungen bei einer ganzen Reihe von Kesselherstellern bedankte, weil diese ihm bei der Entwicklung von " .... Pellets" so tüchtig mitgeholfen hatten. Originellerweise wußten diese aber nichts von einer so intensiven Zusammenarbeit. Im Ergebnis und nach dem wahrscheinlich ein oder anderen Donnerwetter hinter den Kulissen mußte die nächste Auflage des Prospektmaterials ohne die frohe Botschaft über die fruchtbare innereuropäische Zusammenarbeit auskommen. Und wenn er nicht gestorben ist ... - aber das erzählen wir ein anderes Mal. |
![]() mehr davon |
Eine außerordentlich gesunde Portion Skepsis ist angebracht, wenn Ihr Händler die Qualität der Pellets auf Grund eigener Test- und Versuchsreihen herausgefunden haben will. Dann hat er entweder zu viel Zeit, zu viel Geld oder zu viel Phantasie. Es ist z.B. kein Qualitätstest, die Pellets in Wasser zu werfen, und die Zeit zu stoppen, die bis zu deren vollständiger Auflösung vergangen ist. Es ist auch kein Qualitätstest, in ein Lager zu schauen, um den Staubanteil zu beurteilen (kann schließlich auch an Ihren krummen Leitungen liegen.) Pellets können nur unter definierten Bedingungen mit dafür vorgeschriebenen Meß- und Prüfgeräten getestet werden. Diese Prüfgeräte sind z.T. aber außerordentlich teuer. Selbst scheinbar einfache Dinge, wie z.B. die Ermittlung der Restfeuchte, muß unter fest definierten Bedingungen vorgenommen werden (Ein halbes Kilo Pellets gleichzeitig mit dem Sonntags-Rührkuchen in den Ofen zu stellen ist nur wenig erfolgversprechend). Wie aber z.B. - wie auch schon behauptet - das Mischungsverhältnis von Hartholz und Weichholz ermittelt wird, ist uns einfach nur schleierhaft. Zumal ein solcher "Test" ziemlich überflüssig ist, da zumindest uns kein seriöser Hersteller bekannt ist, der übehaupt ernsthaft in Erwägung zieht, Hartholz (Buche oder Eiche) zu pelletieren. |
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Wie bereits mehrfach festgestellt, wird die Qualitär der Holzpellets nach der DIN 51731 bzw. besser nach der Ö-Norm M7135 beurteilt. Dumm nur, daß diese Argumente fast jeder Händler aus dem Hut zaubert. Also muß man noch eines drauf setzen und behauptet, daß die eigenen Pellets den strengen Qualitätskriterien der ISO 1928 unterliegen. Toll - das haben die anderen nicht. Vielleicht, weil die wissen, was die ISO 1928 eigentlich regelt. Der Verweis auf eine Norm, die lediglich das Verfahren bestimmt, mit dem der Heizwert ermittelt wird, ist als Beweis für die hohe Qualität der Pellets wohl nicht ganz ausreichend. Hört sich aber prima an! Und ist letzten Endes doch ein klassisches Eigentor, denn sowohl die einschlägige DIN als auch Ö-Norm fordern, den Brennwert nach DIN 51900-1 bis -3 zu bestimmen und nicht etwa nach ISO 1928. Konsequent zu Ende gedacht bedeutet das für den Fall, daß Sie stolzer Besitzer von Pellets mit Heizwertbestimmung nach ISO 1928 sind, diese weder der DIN noch der Ö-Norm entsprechen und Sie somit denkbar schlechte Karten haben, sollte es zu Problemen bei der Funktion Ihrer Heizung kommen. Aber wir wollen jetzt wirklich nicht kleinlich werden ! |
"Der Brennwert der Brennstoffe wird in einem
adiabatischen Bombenkalorimeter ... nach ISO 1928 bestimmt. Dabei wird eine
Brennstoffprobe in einem geschlossenen Gefäß in einer reinen
Sauerstoffatmosphäre bei einem Druck von 30 bar verbrannt. Aus der
Temperaturerhöhung des Systems, dem Gewicht der Probe und der
Wärmekapazität des Kalorimetersystems lässt sich der Brennwert
errechnen." (Quelle: TU Cottbus) |
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Wir können Ihnen daher nur dazu raten, Ihren potentiellen Pelletlieferanten ein, besser zwei Löcher in den Bauch zu fragen. Ein intensives Nachfragen nach dem Woher der Pellets ist kein Zeichen von Mißtrauen oder Pingeligkeit, sondern von Sorgfalt und Verantwortungsbewußtsein. Wenn sich ein Händler oder Hersteller durch Ihre Fragen genervt fühlt - sparen Sie sich die Telefongebühren für den nächsten Deliquenten. Lassen Sie sich auch nicht mit angeblichen Pelletproben abspeisen. Diese Methode, ein paar kleine Pellets in einer ebenso kleinen Tüte als Beweis für die Qualität der irgendwann mal folgenden Lieferung heranzuziehen, ist ebenso beliebt wie sinnlos. Dieses Tütchen verteilen ist sicher für Werbezwecke in Ordnung für mehr aber auch nicht. Die rein okulare Beurteilung der Pelletqualität ist - zumal ohne Erfahrung - nur sehr, sehr grob möglich. Die "inneren Werte" guter wie schlechter Pellets zeigen sich oft erst im Ofen. Und dann ist der Ärger - zumindest bei schlechten Pellets - vorprogrammiert. |
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Pellet-Marken, bei denen der Name für Qualität steht, sind z.B. die von uns vertriebenen "CELCICO" Holzpellets aus Deutschland.. Was ist nun aber zu tun, wenn Sie auf andere Namen stoßen oder über Pellets stolpern, die gar keinen Namen haben, was ja zunächst erst einmal nichts Schlechtes ist. Die Anwort ist relativ einfach: Fragen, fragen, nochmals fragen und schriftliche Bestätigungen zusenden lassen. Das mag Ihnen vielleicht übertrieben vorkommen, doch wenn Sie erst mal die Pellets im Lager haben und dann merken, daß etwas nicht stimmt, kann das Erwachen nicht nur böse, sondern auch teuer werden. |
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| Viele Kesselhersteller schreiben den Einsatz von hochwertigen Marken-Pellets aus Gründen der Betriebssicherheit verbindlich vor. Beziehen können Sie diese deutschlandweit über uns. | |||||
Kommt Ihr Gegenüber bei diesen Fragen ins Stottern oder weiß er im schlimmsten Fall gar nichts zu antworten, sollten Sie daraus Ihre eigenen, hoffentlich richtigen Schlußfolgerungen ziehen.
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